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Wettkampfregeln

Allgemein

Den Feuerwehrwehrausscheid gab es schon zu Zeiten der DDR. Auch heute wird er ähnlich den damaligen Vorgaben durchgeführt. In Ausscheiden Auf Kreisebene können sich die Mannschaften für höhere Austragungsebenen qualifizieren, so dass letztlich im Bundesausscheid die besten Mannschaften im "Löschangriff" gegeneinander antreten. Natürlich werden auch Wettkämpfe zu festlichen Anlässen oder Jubiläen durchgeführt. Dadurch bietet es den Kameraden mehrere Chancen im jahr einen der fair umkämpften Pokale zu gewinnen. Unser Wettkampfengagement beschränkt sich auf solche so genannte Spaßwettkämpfe in unserer nahen Umgebung. Besonders heiß begehrt ist der Ahorncup, da dieser Wander-Pokal bei uns in Beulbar-Ilmsdorf-Gerega seinen Ursprung hat. Deshalb gilt es für uns als Lokalmatadoren besonders diesen Pokal zu gewinnen.

Ziel

Über eine Strecke von 105 Metern muss mit bestimmten genau definierten feuwehrtechnischen Mitteln eine wasserführende Strecke aufgebaut werden und zwei Zielgeräte mit jeweils 10 Liter Wasser befüllt werden. Gestoppt wird die Zeit ab der Startklappe bis zum Beenden des Füllens. Die Mannschaft mit der schnellsten Zeit gewinnt. Es werden jeweils zwei Durchgänge durchgeführt und einzeln gewertet. Bei den Zielgeräten handelt es sich meist um elektronische Konstruktionen, wobei ein Schwimmer im Behälter den Kontakt für das Lichtsignal auslöst. Dadurch sollte es im Regelfall erreicht werden, dass alle Mannschaften die gleiche Menge Wasser in die Geräte füllen müssen.

Mannschaft und persönliche Ausrüstung

Die Mannschaft besteht aus 7 Personen. Alle Teilnehmer treten zum Wettkampf mit Feuerwehrhose, Feuerwehrjacke, Feuerwehrhelm, Feuerwehrschutzstiefel und Feuerwehrschutzhandschuhen an. Allerdings kann dies auch je nach Wettkampfordnung variieren, so ist beispielsweise in Golmsdorf das Tragen von Schutzhandschuhen nicht Pflicht.

Wettkampfgeräte

Die Geräte müssen den jeweiligen Wettkampfordnungen in Gewicht und Abmessungen entsprechen. Sie müssen vor Beginn des Laufes auf einer Fläche von 2 m x 2 m platziert werden.

Gerät

Anzahl

Bemerkung

Abbildung

Tragkraftspritze

1

Mit der Pumpe wird das Wasser angesaugt und nach vorn gefördert. Die Pumpe wird mit der Hand angerissen. Bei den meisten Wettkämpfen wird mit der eigenen TS gestartet, in seltenen Fällen wird eine TS gestellt.

A - Saugschläuche

3 / 2

Mit Hilfe der Unterdruckschläuche wird eine Verbindung zwischen Wasserbecken und der TS hergestellt. Dabei gibt es die Variante mit 2 Schläuchen je 2,50 m, sowie mit drei kürzeren Schläuchen je 1,60 m (zwei bereits gekuppelt).

Saugkorb

1

Der Saugkorb muss an den Saugschläuchen angebracht werden, er dient dem Schutz vor Dreck und Verstopfungen der Saugleitung. Wichtig ist, dass bei Beendigung des Wettkampflaufes der Saugkorb angegekuppelt ist.

Kupplungsschlüssel

2

Die Kupplungsschlüssel liegen eigentlich nur für den Notfall auf dem Brett, falls sich eine Kupplung nicht mit der Hand kuppeln lässt, was allerdings zu erheblichen Zeiteinbußen führt.

B - Durckschläuche

3

Die B Schläuche dienen der Wasserführung von der Pumpe zum Verteiler. Sie überbrücken 60 Meter (je 20 Meter) der Wettkampbahn.

Verteiler

1

Der Verteiler splittet die Wasserführung auf zwei C - Druckschläuche auf, welche einen niedrigeren Durchmesser als B - Druckschläuche haben.

C - Druckschläuche

2

Die beiden C - Druckschläuche mit einer Länge von je 20 Meter werden bis 5 Meter vor die Zielgeräte ausgelegt und stellen die letzte wasserführende Amatur dar.

C - Strahlrohre

2

Die beiden C - Strahlrohre dienen der Wasserabgabe und werden der Fairness halber meist vom Veranstalter gestellt.

Wettkampfbahn

Die Wettkampfbahn ist 105 Meter lang und 20 Meter breit. Die Pumpe und alle weiteren Geräte können beliebig auf der Ablagfläche platziert werden. Die Kupplungen (Verbindungsstücke zwischen Schläuchen) dürfen sich nicht berühren. Verbindungen zwischen den Geräten sind nicht erlaubt. Alle Geräte dürfen die Fläche nicht überragen, bis auf die Saugleitungen, da diese länger als 2 Meter sind. Die Startlinie ist 9 Meter von der ihr nächsten Kante enfernt, entweder hinten oder rechts (in Angriffsrichtung gesehen). Die Wasserentnahmestelle steht 4 m oder 3,80 m links von der Geräteablagefläche entfernt. 105 Meter entfernt von der Startlinie stehen zwei Zielgeräte in einem Abstand von 5 m zu den äußeren Begrenzungen der Wettkampfbahn. 5 Meter vor den Zielgeräten befindet sich die Ziellinie, sie darf nicht übertreten werden.

Ablauf des Wettkampfes

Nachdem die Geräte für den Wettkampf platziert sind, bezieht die Mannschaft hinter einer der beiden Startlinien Stellung und wartet auf das Startsignal. Die Wettkampfrichter prüfen die Lage der Geräte.

Der Start erfolgt meist mittels Startklappe. Danach laufen die Mannschaftskameraden zur Ablagefläche.

Mittels Saugleitungen und Saugkorb wird eine Verbindung zwischen Wasserentnahmestelle und Pumpe hergestellt. Somit wird Wasser angesaugt. Die Leitung von der Pumpe zum Verteiler wird mittels der drei B Schläuche in Angriffsrichtung hergestellt.

An den beiden äußeren Verteilerabgängen rechts und links werden je zwei C Schläuche angekuppelt, an deren Ende die Strahlrohre gekuppelt werden. Nach Erreichen der Ziellinie müssen zwei Zielgeräte durch ein Loch mit 10 Litern Wasser befüllt werden. Ein gegenseitiges "Helfen" der Strahlrohre ist nicht erlaubt. Nach Aufleuchten der Kontrollleuchten ist der Lauf beendet.

Die genauen Abläufe und Aufgabenverteilungen variieren von Team zu Team, das heißt welcher Kamerad dies oder jenes kuppelt, nach vorne zieht oder wann welcher Schritt erledigt wird.